FAQ

An dieser Stelle möchten wir zu den häufigsten Fragen Antworten geben. Habt Ihr danach noch weitere Fragen kontaktiert uns doch einfach. Auch könnt Ihr uns am Platz 5 in München persönlich kennenlernen.

 

Die meisten Verbindungen benutzen lateinische Begriffe als ihre Namen. Corps benutzen hierfür normalerweise den lateinischen Begriff für die Herkunftsregion ihrer Gründungsmitglieder oder einer ähnlich relevanten Region. Unsere Gründungsmitglieder stammten aus der Rheinpfalz, daher heißt unser Corps „Rheno-Palatia“ und somit nennen auch wir uns „Rheinpfälzer“ oder „Rheno-Palaten“.

Hier eine kurze Erklärung einiger gebräuchlicher corpsstudentischer Abkürzungen und Begriffe:

  • Aktive: Der Sammelbegriff für Füchse und studierende Dreifarbige, die ihre Pflichten dem Corps gegenüber noch nicht erfüllt haben.
  • Inaktive: Dreifarbige, die ihre Pflichten dem Corps gegenüber erfüllt haben, aber noch nicht fest genug im Berufsleben stehen, um den AH-Beitrag aufwenden zu können. Bis dahin zahlen sie etwa 25 € im Semester
  • AH (Alter Herr, im Plural Alte Herren): Hat sich ein Inaktiver im Berufsleben etabliert, stellt er Antrag auf Philistrierung und wird nach dessen Annahme Philister bzw. Alter Herr. Er trägt diesen Titel auf Lebenszeit und unterstüzt das Corps mit 300 € Altherren-Beitrag pro Jahr. Die AH sind unter sich organisiert und verwalten die Sachgüter des Corps im Corpsheimverein und teilen den Aktiven ihren Anteil an den AH-Beiträgen zu. Sie sind auch für Entscheidungen zuständig, die eine entsprechende Erfahrung voraussetzen (Satzungsänderungen, letzte Instanz der Streitschlichtung unter Corpsbrüdern etc.)
  • Dreifarbiger: Vollwertiges Mitglied des Corps, erkennbar am dreifarbigen Band (bei uns: blau – weiß – blau). Ihm obligen wichtige Aufgaben und Entscheidungen im Corps, kann auch zu einer Charge (zusammen mit ihren jeweiligen Rechten und Pflichten) gewählt werden. Er zahlt pro Semester einen Beitrag von etwa 20 €.
  • Fuchs: Anwärter auf das dreifarbige Band, am zweifarbigen Band (blau – weiß) erkennbar. Die Fuchsenzeit dauert zwei Semester, in denen er neben dem Erlernen von Fechten und dem Wissen, das er als Corpsstudent benötigt, auch kleinere Aufgaben erledigt, um seine Zuverlässigkeit zu beweisen. Während dieser Zeit (und ggf. auch darüber hinaus) hat er Anspruch auf ein Zimmer im Wohnheim und zahlt etwa 100 € im Semester.
  • Charge/Chargierter: Eine Charge ist eine hohe Stellung im Corps. Der Chargierte ist derjenige, der diese übernimmt. Der Erstchargierte (Senior oder x) ist der Vertreter nach Außen und dafür verantwortlich, dass alle anderen ihre Aufgaben erfüllen. Der Zweitchargierte (Consenior oder xx) ist für alle Fragen das Fechten und gesellschaftliche Ereignisse betreffend zuständig. Der Drittchargierte (Sekretär oder xxx) kümmert sich um sämtlichen Schriftverkehr und die Kasse.
  • CC: Der CorpsburschenConvent ist das beschlussfähige Organ des Corps, hier werden alle Fragen das Aktivenleben betreffend von den Aktiven selbst diskutiert und demokratische Entscheidungen gefällt. Er beinhaltet auch den AC, den Allgemeinen Convent, dem auch die Füchse beiwohnen dürfen.

Unser in der Satzung festgeschriebenes Ziel ist sinngemäß, junge Männer zu fördern und zu mündigen Bürgern zu erziehen, die Freundschaft unter den Studierenden zu fördern und das Ansehen des damaligen Polytechnikums zu Nürnberg zu heben. Um die ersten Ziele zu verwirklichen, halten wir engen Kontakt mit unseren Alten Herrn (AH), die bereits im Berufsleben stehen und es zu einem großen Teil auch schon hinter sich haben. Diese sind (so wie wir es eines Tages auch sein werden) sehr daran interessiert, uns bei der Erfüllung unserer Aufgaben zu unterstützen. Zum Teil geschieht dies finanziell, so gehört zum Biespiel unser Corpshaus rechtlich den AH, außerdem zahlt jeder, der es sich finanziell zutraut, jährlich 300 € AH-Betrag. Weiterhin bieten unsere jungen AH Jobs, die in ihrem Aufgabenbereich anfallen, vorzugsweise Corpsbrüdern an, die die nötige Qualifikation besitzen. Unsere AH teilen aber auch gerne ihre Lebenserfahrung mit uns, zum Beispiel, aber nicht nur, auf einer der zweimal im Semester abgehaltenen Kneipen, wo sich AH und Aktive regelmäßig treffen. Aber nicht nur die AH sind Bestandteil unserer Bemühungen, wir helfen uns natürlich auch gegenseitig in Studium und Leben. So ist die optimale Beziehung zwischen zwei Corpsbrüdern eine freundschaftliche, wenn nicht gar – wie der Name schon sagt – eine brüderliche. Vor allem Studienanfängern kommt dies zu Gute, da die älteren Corpsbrüder ja alle schon durch die selbe Prozedur der Immatrikulation, Wohnungs- und Arbeitssuche und des BAföG-Antrags gegangen sind. Um den Aktivenbetrieb aufrecht zu erhalten, ist es natürlich nötig, Entscheidungen zu treffen. Diese könnten natürlich von den AH, die ja schon viel mehr Erfahrung haben, getroffen werden, aber schließlich ist einer der Stützpfeiler eines jeden Corps die Demokratie. So wird zum Ende jedes Semesters das Chargenteam, also die „Vorsitzenden“ des nächsten Semesters aus dem Kreise der Aktiven Dreifarbigen bestimmt. Diesen obliegt es, das entscheidungstreffende Gremium des Corps, den CorpsburschenConvent (CC) einzuberufen. Dieser findet im Semester alle zwei Wochen statt und hier müssen die Aktiven in Diskussionen und Abstimmungen Lösungen für Probleme des Aktivenlebens finden. Zusammen mit den anderen Aufgaben der Aktiven bildet sich dann in einer Testumgebung ein Grundschatz an Erfahrungswerten, der dem Corpsstudenten im späteren Arbeitsleben und auch schon während des Studiums zu Gute kommen wird.

Wir haben sechs Zimmer in unserem Corpshaus am Platzl 5, die wir vorzugsweise an neue Füchse vermieten. Näheres dazu unter dem Punkt „Studentenzimmer“.

Der Haken ist natürlich Ansichtssache, deshalb hier mal alles, was man als Nachteil auffassen könnte:

  • Fechten:
    Wir sind pflichtschlagend, so wie jedes Corps und viele andere Verbindungen. Das heißt, wir bringen unseren Füchsen nach Eintritt ins Corps das corpsstudentische Fechten bei, woraufhin sie ihr Können in einer Extremsituation beweisen müssen. Der Sinn liegt darin, dass unsere Corpsbrüder während des Trainings im Semester (normalerweise jeden Abend eine Stunde) ihre Disziplin und in der normalerweise am Ende des Semesters stattfindenden Mensur ihr Umsetzungsvermögen zeigen müssen. Außerdem verlangt die Mensur (das Fechten auf scharfe Waffen) einen kühlen Kopf, Selbstdisziplin und zeigt den Willen, für das Corps einzustehen.
    Heutzutage wird mit einem sogenannten Schläger gefochten, eine Art gerades, sehr leichtes (ca. 120 g) Schwert, das an der Spitze etwa 30 cm lang geschliffen ist, jedoch im Gegensatz zu einem Degen keine Spitze besitzt. Unsere Schutzausrüstung ist natürlich dementsprechend aufgebaut, um nachhaltigen Schaden zu verhindern. Das Fechten auf scharfe Waffen löst besagte Extremsituation aus.
    Um Dreifarbiger zu werden, muss ein Fuchs zwei solche Partien
    (=Mensuren) bestehen, also pro Semester eine. Als Dreifarbiger müssen zwei weitere Mensuren absolviert werden. Für gewöhnlich ficht also ein Rhein-Pfälzer in seinem Leben vier mal mit scharfen Waffen für sein Corps, es gibt aber auch viele, die freiwillig 5 oder mehr Partien fechten. Hierbei wird natürlich immer darauf geachtet, dass beide Paukanten (die zwei Studenten, die miteinander ihre Mensur fechten) die gleiche Geschwindigkeit und das gleiche Können aufweisen, sodass der Ausgang der Partie größtenteils von der Selbstdisziplin der Paukanten abhängt. Es gibt übrigens bei einer Partie keine „Gewinner“ oder „Verlierer“ im klassischen Sinne, die Paukanten fechten miteinander. Die Frage, ob die Partie „bestanden“ wurde, wird von den Corpsbrüdern des Paukanten unter dem Gesichtspunkt seiner technischen Leistung, nicht er Anzahl seiner Treffer besprochen.
  • Pflichten:
    Neben dem Fechten muss ein Corpsstudent für sein Corps noch weitere Aufgaben erledigen. Sind diese auch am Anfang während der Fuchsenzeit noch klein (Getränke organisieren, Mobiliar reparieren, Botengänge erledigen…), so werden diese mit Erhalten des dreifarbigen Bandes doch recht schnell schwerwiegender. So ist es üblich, dass ein frischer Dreifarbiger in seinem ersten Semeser eine Charge, also eines der höchsten Ämter im Corps, übernimmt und somit eine schwere Verantwortung trägt. Zur Vorbereitung auf diese Aufgabe dient die Fuchsenzeit.
    Auch der Besuch von mindestens einem Fortbildungsseminar an der Corps-Akademie im Verlauf seines Aktivenlebens fällt unter die Pflichten eines Corpsstudenten, natürlich wird dieser voll vom Corps erstattet. Themen sind zum Beispiel Rhetorik, Personalführung, Zeitmanagement etc. Außerdem haben wir ein internes Coaching-Programm, in dem wir ähnliche Themen im kleinen Kreise behandeln.
  • Ansehen:
    Da die Corps heutzutage leider oft mit den erst später gegründeten Burschenschaften gleichgesetzt werden, muss man sich oftmals mit Personen auseinandersetzen, die uns für intolerant oder sogar rechtsradikal halten. Setzt man dann entgegen, dass wir das Toleranzprinzip pflegen, die Demokratie als Grundprinzip festgelegt haben und bei der Aufnahme unserer Mitglieder weder auf Hautfarbe, Herkunft oder Religion achten, sondern nur auf ihre menschlichen Qualitäten, bekommt man zu hören, man sei doch trotzdem mit Burschenschaften vernetzt und würde unter einer Decke stecken. Argumentationen können dem wohl leider nichts entgegensetzen, weshalb wir uns meist komplett raushalten (schließlich ist auch eine fehlgeleitete Meinung eine Meinung, die es zu tolerieren gilt) und stattdessen unsere Taten sprechen lassen.
  • Alkoholkonsum:
    Wie es heute in den meisten studentischen Umfeldern (z.B. Fachschaft) üblich ist, wird auch bei uns Alkohol konsumiert. Es herrscht aber bei uns absolut kein Zwang dazu, so ist eines unserer Mitglieder gläubiger Moslem und hat noch nie Alkohol getrunken. Und trotzdem ist er jeden Wies’ntag mit uns im Schottenhamel, trink seine Wassermaß und scheint sich zu amüsieren.

Beitrittsvoraussetzungen sind:

  • männlich
  • immatrikuliert an einer Münchner Hochschule mit Promotionsrecht (insbesondere auch FH München) oder ein solches Studium anstrebend
  • menschlich passend zu den Aktiven

Um den letzten Punkt zu überprüfen, nehmen wir uns normalerweise 3-4 Wochen Zeit, um mit dem Interessenten etwas Zeit zu verbringen und ihm alles zu erklären. Ist er dann gewillt, beizutreten und legt kein Corpsbruder Einspruch ein, kann er zum Fuchs acceptiert werden und ein Zimmer beziehen. Bis dahin zählt er als Spefuchs und kann auf Wunsch einen unserer Notschlafplätze nutzen. Erfüllt der Fuchs in den folgenden zwei Semestern alle Aufgaben zufriedenstellend (zwei Partien, zwei theoretische Prüfungen) kann er vom CC einstimmig zum Corpsburschen recipiert werden. Um daraufhin inaktiviert zu werden, muss er zwei weitere Partien fechten, ein Seminar besuchen, mögliche Schulden begleichen und sollte ein bis zwei Chargen übernommen haben. Er hat dann keine Pflichten mehr, bis er sich zum AH philistrieren lässt, woraus ihm die Verpflichtung erwächst, sich in der Altherrenschaft zu engagieren. Während seiner gesamten Zeit als Corpsbruder zahlt dieser Beiträge in unterschiedlicher Höhe, die ihm erlassen werden können, sollte es seine finanzielle Lage nicht zulassen.

Corps sind eine Gemeinschaft von jungen Studenten und Akademikern unterschiedlichster Herkunft und verschiedenster Fachrichtungen und Berufe. Es bestehen zur Zeit mehr als 160 Corps in 50 Universitätsorten in der gesamten Bundesrepublik und Österreich. In unserer Gemeinschaft wird die Freundschaft und der Kontakt über das Studium hinaus auf Lebenszeit gepflegt, die Familien gehören selbstverständlich dazu. Zentrum des Corpslebens ist das Corpshaus, das eine „Bude“ für den jungen Corpsbruder bietet wie auch ein Anlaufpunkt für den „Alten Herren“ ist.

Die Corps gehören zu der großen Gruppe der Studentenverbindungen. Diese entwickelten sich bereits im 17. und 18. Jh. aus dem Bedürfnis heraus, sich in den damaligen Universitäten, die weit von der Heimat entfernt lagen, gegenseitig zu unterstützen. Die Studenten aus den verschiedenen Regionen fanden sich jeweils zusammen und benannten ihre Zusammenschlüsse nach ihren Herkunftsgebieten, z.B. Rhenania oder Saxonia. Aus diesen Zusammenschlüssen entwickelten sich die Corps. Die Corps zeichnet jedoch ihre besondere geschichtliche Entwicklung aus. Die Studentenzirkel, die sich später Corps nannten, waren früh mit dem Gedankengut der Aufklärung in Kontakt gekommen, wie auch ein liberales Staatsverständnis aus ihren Reihen den Ruf nach einer Verfassung für die verschiedenen deutschen Staaten laut werden ließ. Die Corps an den Universitäten haben sich bereits 1848 zum Kösener Senioren Convents Verband -KSCV- zusammengeschlossen, die Corps an den technischen Hochschulen fanden sich im Jahre 1863 zum Weinheimer Senioren Convent -WSC- zusammen. Die Namen leiten sich von den Gründungsorten Bad Kösen und Weinheim ab. Die Corps haben sich von Beginn an zu dem Conventsprinzip bekannt, das heißt zur Entscheidungsfindung durch die Gemeinschaft der Corpsmitglieder. Aus der Mitte der jungen Studenten wird für den Verlauf eines Semesters ein dreiköpfiges Präsidium gewählt, das den übrigen Mitgliedern gegenüber für das Geschehen im Corps verantwortlich ist. Die Corps gehören zu den Verbindungen, deren Mitglieder eine Mensur fechten. Die Mensur wird nach festen Regeln ausgetragen, die einen fairen Verlauf der Partie gewährleisten. Dies hat nichts mit dem Austragen von Duellen oder Ehrenhändeln zu tun.

Voraussetzung, um Corpsstudent zu werden, war und ist in erster Linie das Studium an einer Universität oder Hochschule. In den Jahren vor dem ersten Weltkrieg war die Mitgliedschaft entgegen vieler Publikationen nicht den besseren Kreisen vorbehalten, jedoch war es nicht vielen möglich, ein Studium an einer Universität in einer anderen Stadt aufzunehmen. Die Corpsstudenten waren und sind keine Standesvereinigung oder eine privilegierte Gruppen. Dieses und die praktizierte Toleranz dokumentieren sich in der Zusammensetzung der Corps seit ihrer Gründung.

  • Otto v. Bismarck (1815-1898)
  • Wilhelm Liebknecht, der Gründer des Vorwärts, der ehemaligen Parteizeitung der SPD (1826-1900)
  • Wilhelm Emanuel Frh. v. Ketteler Bischof v. Mainz (1811-1877)
  • König Konstantin von Griechenland (1868-1923)
  • Wilhelm II, von Hohenzollern(1859-1941)
  • Max Prinz v. Baden (1867-1929) Reichskanzler
  • Georg Diederichs (1900-1983) Minpräs. v. Niedersachsen, SPD
  • Hans Friederichs, FDP
  • Dieter Wellershof, Admiral a.D.Wellershof, Generalinspekteur a.D.
  • Hanns-Martin Schleyer Arbeitgeberpräsident
  • Dr. Alfred Herrhausen, Deutsche Bank
  • Franz und Louis Haniel, Hanielkonzern /Gutehoffnungshütte
  • Manfred Kanther, CDU, Bundesinnenminister
  • Prof. Dr. Edzard Schmidt-Jortzig, FDP, Bundesjustizminister
  • Ludwig Enneccerus BGB Mitarbeiter(1843-1928)
  • Wilhelm Blos (1849 1927) Journalist und Historiker
  • Karl Ferd. Braun, (Braun`sche Röhre); Behring, Chemiker (1854-1917)
  • Hans Bredow, Mitbegründer des deutschen Rundfunks
  • Friedrich Schott, Chemiker und Glastechniker
  • Gottlieb Daimler und Wilhelm v. Opel, Automobilbau
  • Fritz Henkel, Erfinder von Persil
  • Hugo Junkers und Claudius Dornier, Flugzeugbauer
  • Franz Böhm, Freiburger Schule (1895-1977)
  • Justus Liebig Agriculturchemie (1803-1873)
  • Heinrich Hoffmann (1809-1894) „Der Struwelpeter“
  • Theodor Koch (1905-1983) Schöpfer von Kumpel Anton
  • Theodor Körner (1791-1813.) Dichter und Freiheitskämpfer
  • Robert Schumann Komponist (1810-1856)
  • Ludwig Thoma, Herausgeber des Simplicissimus (1867-1921)
  • Bei einer Mensur stehen sich zwei Angehörige verschiedener Studentenverbindungen gegenüber, die in der Regel eine ähnliche körperliche Konstitution besitzen und ein vergleichbares fechterisches Können aufweisen. Dies Verfahren dient dem Schutz der „Paukanten“ und dem Niveau der auszutragenden Bestimmungsmensur. Die Paukanten sind einem Regelwerk unterworfen, nach dem nur bestimmte Hiebe erlaubt sind. Die Paukanten und die Verbindungen wissen so, welche Hiebe möglich sind und können sich dem entsprechend auf Deckungsbewegungen vorbereiten. Die Mensur erfüllt verschiedene Funktionen: Sie dient der Erziehung zur Selbstbeherrschung in Extremsituationen und bildet für die Corps mit ihrer außergewöhnlichen Mitgliederzusammensetzung den kleinsten gemeinsamen Nenner zwischen den Mitgliedern. Sie verbindet die Corpsmitglieder, sie ist Zeichen der Zugehörigkeit und fördert letztlich die Bereitschaft zum Einste hen für das jeweilige Corps.
  • Die Corpsverbände fördern zahlreiche Institutionen, die im Zusammenhang zu Universität und Studium stehen. Es werden Studentenwohnheime und ein Seminarprogramm unterhalten. Der Stifterverband der Corpsstudenten zeichnet Studenten, die herausragende Studienleistungen neben vorbildlichem Einsatz für die Gemeinschaft erbrachten, mit der von – Klingräff – Medaille aus.
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